Risotto Flusskrebse Erbesen

Risotto / Erbse / Flusskrebs

Risotto ist ein mythisches Gericht. Es gibt die wildesten Anweisungen und viele Hobbyköche haben einen Heidenrespekt vor dem italienischen Reisgericht.

Also kurze Warenkunde: für den Risotto braucht Ihr einen Mittelkornreis, der genügend Stärke hat, damit der Risotto später cremig wird – bitte verwendet nur diese drei Sorten Arborio, Carnaroli und Vialone. Alles Andere, insbesondere Milchreis, ist gänzlich ungeeignet.

Risotto kommt aus der nord-italienischen Poebene, dort ist es häufig neblig und besonders in den Wintern kühl und ungemütlich. Deshalb gilt auch bei uns der Risotto eher als ein Wintergericht.

Risotto Zitrone Flusskrebse

Risotto könnt Ihr in den unterschiedlichsten Varianten zubereiten, das Kochen des Reises ist aber immer fast identisch

Ihr hackt eine kleine Zwiebel in feine Würfel und lasst sie bei mittlerer Hitze mit reichlich Olivenöl glasig werden. Bevor sie zu bräunen beginnt, gebt ihr den Reis dazu.

Faustregel – wie bei Nudeln – 100 Gramm pro Person, wenn er ein Hauptgericht werden soll, der Risotto.

 

Nach einer Minute ist der Risotto heiß und hatte genug Kontakt mit dem Öl, deshalb jetzt mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen. Und lasst Euch keinen Bären aufbinden. Es muss nicht der gleiche Wein sein, den Ihr auch zum Essen trinken werdet. Meine Faustregel lautet: Es sollte ein Wein sein, den ich auch trinken würde. Meistens ist es der Rest aus der Flasche des Vorabends oder gerne auch DIE Reste mehrerer Abende (es ist völlig egal, wenn Ihr hier verschiedene Weine zusammenschüttet). Es wäre gut, wenn der Wein nicht eiskalt ist, denn das unterbricht den Garvorgang und würde den Risotto womöglich erschrecken – HUCH!!!

Hat sich der Wein verzogen – PARDON – ist er eingezogen, gießen wir immer wieder mit einer guten Brühe auf. Idealerweise macht Ihr Euch die selber – aber eine gute instant Hühner- oder Gemüsebrühe macht den Job auch – ist halt dann auch weniger sexy – müsst Ihr selber wissen.

So, und nun breche ich mit dem großen Arrigo Cipriani, der in seiner Bibel der italienischen Kochbücher („Harry’s Bar Kochbuch“) schreibt, der Risotto müsse unter ständigem Rühren gekocht werden. Muss er nicht!

Brühe drauf bis der Reis komplett bedeckt ist. Umrühren. Ein bis zwei Minuten einköcheln lassen – wieder rühren. Wenn Zweidrittel der Feuchtigkeit weg sind, wieder mit frischer Brühe aufgießen und so weiter. Das ganze wird etwa 25 Minuten dauern, dann ist der Reis außen cremig weich aber noch immer deutlich bissfest in seinem Inneren.

Nun rührt Ihr ein Stück Butter ein – vielleicht um die 50 bis 75 Gramm – und hebt eine gute Hand voll geriebenem Parmesan unter. Topf runter vom Herd und eine Minute ruhenlassen. Wenn Ihr nun mit dem Löffel im Risotto rührt, soll er sich wie eine Welle im Meer bewegen – fare l’onda!

Das war die Basis für jeden Risotto. Heute kommen 150 Gramm knallgrüne Erbsen in den Reis und 200 Gramm Flusskrebse. Abschmecken und mit dem Abrieb von etwas Zitrone verfeinern.

 

Risotto Murano

Buon Appetito

 

Für 4 Personen:

400 Gramm Risottoreis

350 ml Weißwein

500 ml Brühe

75 Gramm Butter

100 Gramm Parmesan

150 Gramm Erbsen

200 Gramm Flusskrebse

1 Zitrone

 

P.S. Der Risotto ist besonders in den kalten Monaten beliebt, da er von innen wärmt.

Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich beste Erfahrungen beim Bekochen zu verführender Damen gemacht habe. Verrückt!

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