No risk, no fun ….

Ein Umzug ist immer ein Abenteuer und gleicht einem Ritt auf dem Pulverfass. Ist die Kündigung erst mal ausgesprochen und der neue Mietvertrag unter Dach und Fach, sind Entscheidung und Startschuss gefallen, darf nach Herzenslust aussortiert, verkauft, gespendet und weggeworfen werden.

Bis zu einem gewissen Grad kann man sich vollkommen neu erfinden. Ideen und Wünsche können umgesetzt werden die mann/frau ewig vor sich hergeschoben hat – die Schaukel in der Küche, ein schwebendes Bett oder einfach nur den Austausch der Deckenlampe gegen den Kronleuchter-Fund vom letzten Flohmarkt.

Egal – denn was mir daran eigentlich so gut gefällt, ist die Idee, dass man mit jedem Umzug auch einen Teil seiner eigenen Entwicklung zeigt. Zieht man das erste Mal von Zuhause aus, ist man interior-mäßig gesehen ein weißes Blatt. Kommen doch die wenigsten trotz Pinterest und Co. direkt mit einem kompletten Einrichtungskonzept daher. Das ändert sich spätestens mit der ersten eigenen Bude. Jetzt soll alles genau so sein, wie man sich selbst sieht.

 

Es soll individuell sein, in jedem Fall aber anders und vor allem schön. Die Zeit erledigt den Rest und spätestens beim dritten Auszug hat man Dinge, die einem ans Herz gewachsen sind – Hunde in grotesker Größe oder andere sinnvolle Dinge, von denen man sich nicht trennen mag. Genau das sind dann die Stücke, die aus den neuen vier Wände das eigene Zuhause machen.

 

In meinem Fall sieht das in Wahrheit dann so aus – ich sortiere verzweifelt aus – bin anschließend stolz wie Bolle  – und schlendere genau eine Stunde später auf dem Weg in die Stadt am Flohmarktstand einer Freundin vorbei – Und uuupss – I did it again – habe ich kurze Zeit später einen alten russischen Bambusteewagen am Arm. Den ich natürlich keinesfalls stehen lassen konnte –versteht sich von selbst. So baut man sich nach und nach seine eigene Interior-Collection auf.

Der passt aber auch so gut zu dem Lampenschirm aus dunkelgrünem Samt – meine ersehnte Lichtquelle seit dem Besuch der Ambiente-Messe im Februar diesen Jahres in Frankfurt. Und überhaupt – Holz und Weiß, Retro-Kupfer und Sustainable Interior wurden auf der Messe ja ganz großgeschrieben. Wieso soll ich mich eigentlich von Dingen trennen, um danach im Laden niegelnagelneue erstehen zu müssen? Davon ausgenommen sind Küchenaccessoires, die sowieso immer wieder neu angeschafft werden. Bei den Kochutensilien ist selbst meine männliche Begleitung auf der Messe kurz stehengeblieben ist, um andächtig hinzuschauen.

Ein Umzug ist halt nicht nur die Chance für einen Neuanfang, sondern ganz einfach auch die schöne Möglichkeit, sich an Dingen zu erfreuen, Altes neu zu entdecken und die Collection zu erweitern. Und die Flohmarkt-Saison hat gerade erst begonnen…..

 

 

 

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