Nostalgie und Abenteuer

Wer nach Bahrain kommt, staunt über alles. Die Skyline, die Wüste, die alten Herrschaftshäuser und die Fülle an Schätzen und Lebensfreude. Der neue Place-to-be boomt und feiert sich selbst. Ein Paradies für Entdecker und Luxus-Liebhaber

Die alten Stadtviertel erinnern an die Zeiten bevor Bahrain zum Ölstaat wurde

Über zweihundert Jahre war das Inselreich Bahrain vor allem für seine Perlen berühmt. Arabische Segler, die Dhaus, brachten Taucher zu ihrer gefährlichen Arbeit und die „Blumen der See“ (eine arabische Bezeichnung für Perlen) wurden an exklusive Juwelierhäuser auf der ganzen Welt verkauft. Die Könige lebten in Windpalästen, wo es auch bei großer Hitze kühl und luftig blieb. Bahrain war arm und reich zugleich. Eine Oase in der Wüste.

Die Skyline von Bahrain könnte aus einem Science Fiction Film stammen. In der Mitte ragt das World Trade Center auf.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Bahrain Öl entdeckt und damit entstand ein neuer Boom und ein anderes Land. Heute nehmen die Bahraini eine weitere Veränderung in Angriff und sind damit der Zukunft ein Stück voraus. Denn das Öl und das Gas der Wüste werden immer weniger, doch der Tourismus und das internationale Business nehmen Fahrt auf. Bahrain punktet mit seiner Geschichte, den alten Vierteln, den verzauberten Palästen und Häusern sowie einer Welt der Superlative. Die Hotels und Malls erklimmen die Himmelsleiter und bieten Luxus vom Allerfeinsten.

Das Hotel Four Seasons sieht wie ein riesiges „H“ am Himmel aus

Unterwegs in der Hauptstadt Manama bleibt dem Besucher der Mund offenstehen. Wahnsinn, was und wie dort gebaut wird! Ständig vergrößert Bahrain seine Fläche durch Aufschüttung von Sand, der dem Meer abgerungen wird. Und jedes neue Stück Festland wird sofort maximal urbanisiert. Bahrain besteht aus 33 Inseln und ist nur 750 Quadratkilometer groß. Doch es wächst jeden Tag weiter.

Der Personal Beach gehört den Villenbewohnern des Ritz Carlton Bahrain

Was die Hotels betrifft, ist Bahrain in der Upper Class. Preise und Architektur stürmen in die Höhe. Zum Wochenende kommen Kurzurlauber aus Saudi-Arabien, sonnensüchtige Familien aus Europa und den USA und Stopover-Touristen aus der ganzen Welt. Immer mehr etabliert sich Bahrain auch als Alternative zu Dubai, das sich als künstliche Hollywood-Kulisse präsentiert.

Im Foyer des Four Seasons Bahrain stehen echte Ölbäume, die künstlich versteinert wurden

Wer in den Fünf-Sterne-Luxushotels wie dem Four Seasons oder dem Ritz-Carlton absteigt, erwartet eine Ausstattung vom Feinsten. Das Four Seasons Bahrain gleicht einem Palast aus Marmor, Mahagoniholz und eleganten Art-déco-Elementen. Auf den ersten Blick scheint es mehr Kulisse als Realität zu sein, denn die Suiten erinnern an Hollywood-Interieurs aus den Filmen der Vierzigerjahren. Feinste Stoffe, elegant gestaltete Entrées und ein Marmor-Bad in XL sind die Highlights. Draußen flimmert die Hitze, in der Ferne das Meer und gegenüber wachsen futuristische Neubauten.  Ein Hotel ist höher und verrückter als das andere und alle sind gut gebucht.

Neuerdings kann man auch als Tourist gegen eine kleine Gebühr auf Perlensuche gehen

Abenteurer und Schmuckliebhaber können sich in Bahrain eine eigene Perlen-Kollektion zulegen. Rund um die Inseln warten Millionen Austern auf ihre Entdecker. Sie sind natürlichen Ursprungs und keine Zuchtprodukte. Das Wasser ist an vielen Stellen so flach, dass man sich im Wasser nur bücken muss, um die Muscheln zu erreichen. Neuerdings dürfen auch Touristen danach tauchen. Gegen eine kleine Gebühr geht es raus im Motorboot mit einem Skipper, der über eine entsprechende Lizenz verfügt. Das Sammeln ist einfach, doch das Öffnen der Muschel verlangt einige Übung. Und schöne Perlen gibt es nur selten. Trotzdem ist es einen Versuch wert!

 

 

Die Cafés aus den Fünfzigerjahren sind bis heute belebte Treffpunkte, an denen der neuste Klatsch ausgetauscht wird

Wer sich nach alten Zeiten sehnt, wird in der ehemaligen Hauptstadt Muharraq fündig. Hier wimmelt es von fliegenden Händlern, und an jeder Ecke locken kleine Cafés im nostalgischen Stil. Gewürzstände, Geschäfte mit glitzerndem Goldschmuck und indisch anmutenden Kleidern wechseln sich ab. Die Leute sind sehr freundlich und unaufdringlich und man kann sich in Ruhe umsehen. Quer durch die alten Viertel führt auch die sogenannte Perlenstraße, die von der UNESCO zur Welterbestätte ernannt wurde. Zu dem Projekt gehören 12 Gebäude in Muharraq, darunter auch das alte Haus eines Perlenfischers, das das alte Bahrain wiederauferstehen lässt.

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